Fachexkursionen
Für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft, zur Schaffung von Visionen für Bewirtschafter, zum Entwickeln neuer Ideen und um zu sehen, wie es andere machen, veranstaltet der Naturpark unterschiedliche Fachexkursionen.
Nachstehend findest du Berichte zu den Fachexkursionszielen der letzten Jahre:
Samstag, 22.03.2025 von 8 – 19 Uhr
Diese Fachexkursion führt den Naturpark zu zwei Vorzeigebetrieben ins Innviertel / Oberösterreich.
Für die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung vor allem der Wiesen- und Weidenflächen im Naturpark ist es wichtig, dass alternative Verarbeitungs- und Bewirtschaftungsmodelle angesehen werden. So kann die Wertschöpfung aus den Urprodukten Gras und Holz erhöht werden und weitere Anreize geschaffen werden auch in Zukunft Wiesen- und Weidenflächen zu bewirtschaften. Konkret arbeitet die Bauernschaft der Naturparkregion intensiv am Projekt Weideschlachtung, als ein betriebs- und gemeindeübergreifendes Projekt.
Der Beitrag des Naturparkvereins als Veranstalter dieser Fachexkursion soll den Wissens- und Know-how-Transfer fördern.
1. Landmetzgerei Sieberer (09:30 – 11:00 Uhr)
Die Landmetzgerei Sieberer bedient mit dem Fokus auf Weideschlachtung einen für nachhaltige Bewirtschaftung besonders wertvollen Wirtschaftszweig. Gemäß ihrem Motto „Gut gelebt, stressfrei erlegt!“ erstrebt das Unternehmen als Fleischerei-Handwerksbetrieb immer und für jedes Tier eine möglichst schonende, stressfreie Schlachtung. Im Zuge einer Hof- oder Weideschlachtung wird das Tier direkt am Ort seines Daseins erlegt. Bei der Betriebsbesichtigung wird besonders auf die Entstehung dieses Geschäftsmodells eingegangen und Besonderheiten, Herausforderungen, regionale Wirtschaftskreisläufe eingegangen.
2. Land- und Forstwirtschaftlicher Betrieb Wührer – Cyclepell (14 – 17 Uhr)
Neben dem landwirtschaftlichen Buchweizenbetrieb besteht ein betrieblicher Schwerpunt der Biomasseaufbereitung. Die Firma produziert Hackgut mit Solarwärme und Biomasse, ist Österreichs größter Buchweizenlieferant, macht Waldboden als Einstreu für Pferde, erzeugt Probiotika aus Tannennadeln, …
Der Betrieb einer Pelletieranlage für Substrat aus Naturschutzflächen oder Biodiversitätsflächen, welche für Zellstoffindustrie verwendet, verbrannt oder verkohlt werden zu Pflanzenkohle aus CO2 Senke – ist Hauptfokus dieser Betriebsbesichtigung mit Führung und Vortrag durch den Geschäftsführer bzw. Besitzer.
Samstag, 27.09.2025
Im Herbst 2025 organisierte der Naturpark eine Fachexkursion in den Oberösterreichischen Zentralraum.
Am Vormittag des 27. September wurden die Flächen des Permakultur Waldgarten Instituts von Bernhard Gruber besichtigt. Bei der Betriebsführung mit dem Gründer wurde die Idee und Philosopie dieser Bewirtschaftungsweise eräutert. Essbare Waldgärten sind die Lösung für den Hunger der Menschen, können aber auch Sinnfindung einer übersättigten Industriegesellschaft sein. Durch aktiven Humusaubau und eine Dauerkultur mit Bäumen, Sträuchern und Stauden in Etagenwirtschaft sind essbare Waldgärten unsere Zukunfts-Chance Nr. 1!
Beim Kurzbesuch auf der benachbarten Straußenfarm Reihofer kam man den riesigen Laufvögeln hautnah. Auf dem Bauernhof der Fam. Reihofer in Wels können die Tiere das ganze Jahr über frei bewegen, können den Auslauf genießen und wachsen mit Ziegen und anderen Bauernhoftieren auf. Sie bieten ihren Tieren eine artgerechte Freilandhaltung und natürlichen Futtermitteln.
Dritter und letzter Programmpunkt der Herbstfachexkursion nach Wels ist die Besichtigung der Dammkultur Agroforstanlage mit Johannes Doppelbauer vom Bio Ackerbau Arbeitskreis Wels. Bio-Ackerbau mit Dammkultur ist eine ganzheitliche Anbaumethode, die Kulturen auf erhöhten Dämmen statt auf ebener Fläche zieht, was Bodenstruktur, Wasserhaushalt und Luftaustausch verbessert und so Erträge sichert, Unkraut reduziert und die Bodenfruchtbarkeit steigert – ideal für ökologische Betriebe, da sie mit wenig Maschinenaufwand funktioniert und Mischkulturen sowie diverse Getreide- und Gemüsearten ermöglicht.













